Hey, ich bin Johnny Bianski und eigentlich Maler. Aber irgendwie konnte das Pack, welches über Gut und Schlecht in der Kunstwelt urteilt noch nicht so recht meine Qualitäten erkennen und also zu würdigen wissen. Das zockt mich aber weiter nicht ab... so läuft die Partie halt. Und auch wenn man ein guter Jockey ist, braucht man immernoch einen passablen Gaul, um das Rennen zu machen. Dumm nur, wenn man wieder mal seine ganzen Kröten auf Sieg im 8. Rennen verwettet hat und am Ende nur die Favoriten gewinnen. Dann hat im Grunde niemand viel vom Rennen außer der Bank, aber die lacht sich ja eh immer ins Fäustchen. Also trudel ich viel in der Weltgeschichte rum. Irgendwie wird’s mir nach ner Weile dann doch überall zu blöde und ich bleibe an keinem Ort länger als ein paar Wochen, je nach dem halt, wies gerade so läuft. Jetzt war ich ein paar Tage in Jersey, lungerte viel rum und trank eine ganze Menge Wein, um nicht alles und jeden beschissen zu finden. Aber als Mrs. Hankock langsam zappelig wurde, dass ich ihr die Miete mal wieder nicht rausgeben konnte, schien es mir an der Zeit, mir einen Job zu suchen. Es tat weh. Der Gedanke nur für das Nötigste, also für ein Packung Toastbrot und etwas Erdnussbutter und vor allem dafür dass Mrs. Hankcock mir nicht jeden Morgen die Hölle heiß macht, mit ihrer rauchigen Stimme, irgendwo für einen Hungerlohn schon um 6 Uhr früh auf der Matte zu salutieren, bereitete mir Kummer. Aber was soll man machen. Ich nahm meine besten Paar Hosen aus dem Koffer und fand selbst diese noch fleckig und fadenscheinig. Dazu das passende Paar Treter und ein knallgelbes Hemd, auf dem sich die Schweißränder wie ins Unsichtbare verliefen und meine Bewerbungsmontor stand. Jetzt noch ein scheinheiliges Grinsen aufmachen und ab ins Karrierecenter von Jersey. Ich finde diesen Namen ja nach wie vor etwas irreführend, aber ich war bereit mich ein wenig zu erniedrigen. Als mir dann eine magere Type vom Arbeitsamt einen Job als Packer in einem Betreib für Autozubehör vorschlug, fand ich das gerade schlecht genug, um meinem Ego mal wieder selbst eins über die Rübe zu geben.