Just another Day...
Der Job verlief schleppend. Ich konnte noch nie wirklich schlafen. Irgendetwas saß mir immer im Nacken und verhinderte einen süßen Schlummer, wie ihn die meisten Leute schlafen, am nächsten Tag fit aufwachend... Zähne putzen, die Klinge läuft über die Visage und die Stoppeln purzeln wie Bauklötzchen in die Rinne. Dann einen Kaffee und begierig hecheln sie nach der Tageszeitung,
als wär die Welt ein einziges Vergnügen und man würde nur zum Spass die neusten Krankheitsbefunde nachlesen, um sie später bei einem Stück Kuchen mit der Crew auf der Maloche zu bequatschen. Ich habe Menschen immer verachtet, die kein Problem damit haben morgens aus den Federn zu kommen...
die nachdem sie die Augen geöffnet haben nicht zu alleerst die Welt verfluchen, sondern pfeifend unter die Dusche hüpfen. Leute, die Lifestyle & Wellness online buchen, um sich von ihrer allein physischen Erschöpfung zu erholen. Leute, die die geistige Erschöpfung nicht kennen und die zu wenig Sensiblität und Urteilsvermögen besitzen, um jeden Morgen weinen zu wollen. Die meiste Zeit hing ich in der Kaffeeküch rum und versuchte meinem Vorarbeiter aus dem Weg zu gehen, der mir immer unangenehmer wurde. Mit jedem Tag wurde er bissiger und verbissener und nahm auch schon die Geischtszüge eine Hundes an, der einem Knochen nachjagt. Aber dieser Lackaffe war nicht meine einzige Sorge. Ich machte mir wirklich Gedanken um die Spitzel, die in jedem dieser Betriebe ihr Unwesen treiben. Für zwei Dollar mehr die Woche, verraten sie noch ihren besten Freund. Ich war nicht mal auch nur ansatzweise von irgendwem der Freund und musste also besonders auf der Hut sein. Mir war klar, dass so eine Nummer eh nur ein paar Wochen laufen würde. Aber ich brauchte die Lohntüte, besser gesagt, das was drin war, um mich ein wenig zu sanieren. Also tat ich zwar weiter nichts, als faul zu lenzen, aber ich fiel darüber hinaus nicht absichtlich schlecht auf, solange ich mich immer mit einer Halbliterflasche Scotch ausstattete.